Dein Schritt in die Selbständigkeit

Du möchtest deine Idee endlich in die Realität umsetzen. Du möchtest deine Leidenschaft zu deiner Berufung machen und dein eigener Chef sein. Super! Das ist bereits der erste Schritt zu deiner Selbständigkeit.

„Nichts auf der Welt ist so mächtig wie eine Idee,

deren Zeit gekommen ist.“ Victor Hugo

In deinem Kopf siehst du das Bild klar vor dir. Doch da gibt es auch immer wieder diese Gedanken, die dich davon abhalten. Unsicherheiten und viele Fragen: Ist vielleicht das Risiko zu gross? Soll ich diesen Schritt wirklich wagen? Werde ich es schaffen? Ist jetzt die richtige Zeit?

Und so trittst du immer noch auf der Stelle und wagst es nicht, deinen Wunsch in die Tat umzusetzen. Natürlich will ein solcher Schritt wohl überlegt sein und nicht Hals über Kopf entschieden werden. Darum hier ein paar Gedanken aus meiner Sicht, die dir vielleicht etwas weiterhelfen.

 

endlich frei

Die Beweggründe, sich selbständig zu machen, sind vielfältig und sehr individuell. Keine Weisungen mehr befolgen und unabhängig sein. Mehr Freizeit, arbeiten wann und wo ich möchte. Klingt gut, oder? Das Pendant dieser Freiheit heisst aber auch mehr Verantwortung.

Du arbeitest mehr. Vor allem am Anfang. Es ist kein Acht-bis-fünf-Uhr-Job und viele Wochenenden und Freizeit wirst du dafür opfern müssen.

Als Selbständige*r kümmerst du dich um alle Belange. Und neben deiner eigenen Fachkompetenz musst du Arbeiten übernehmen, die du vielleicht nicht so gern machst oder nicht gut kannst: Buchhaltung, Finanzen, Marketing, rechtliche Belange, Administration usw. . Ausser du kannst es dir leisten, schon zu Beginn bestimmte Arbeiten an Dritte abzugeben. Bedenke aber, dass Du trotzdem über ein grundlegendes Wissen dieser Bereiche verfügen solltest. Denn die Zügel deines Business hältst nur du in der Hand, du koordinierst, kontrollierst und triffst die Entscheidungen.

Dein Einkommen bestimmt sich nunmehr nach deinen Aufträgen. Der feste Lohn am Ende des Monats fällt weg und du musst dich immer wieder um neue, aber auch um deine bestehenden Kunden*innen kümmern. Behalte die Zahlungen immer Auge. Sie sollten fristgerecht eingehen und grosse Ausstände sind zu vermeiden, denn auch deine Rechnungen wollen am Ende des Monats bezahlt sein und schliesslich willst du auch von deiner Arbeit leben können.

Im Allgemeinen gilt, dass das Denkmuster des Angestellten zwangsläufig dem unternehmerischen Denken und Handeln weichen muss.

 

Welchen Preis bist du bereit zu zahlen?

Die Freiheit der Selbständigkeit hat ihren Preis. Welchen Preis jedoch jeder bereit ist, dafür zu bezahlen, ist sehr individuell und hängt u.a. auch von der persönlichen Einstellung ab.

Als Selbständige*r bist du selbst der oder die Gestalter*in deines beruflichen Alltags und deiner Zukunft! Und obwohl du viel deiner Zeit, Energie und dein Geld in dein neues Vorhaben investierst, wiegt der persönliche Wert dieser neu gewonnen Freiheit höher.

Das Risiko lässt sich nie ganz eliminieren und v.a. in unsicheren Zeit schwer kalkulieren. Frage dich deshalb lieber, welchen Verlust kannst und bist du bereit zu tragen? Setze dir diese Limite nach unten, denn so behältst du die Kontrolle über deinen tragbaren und leistbaren Verlust und minimierst automatisch dein persönliches Risiko, egal was und wie es kommt.

 

Die verflixten Tage

Auch solche Momente wird es geben. In welchen du am liebsten alles hinschmeissen möchtest. Projekte können scheitern, Unvorhergesehenes und Unerwartetes schlägt dich persönlich und unternehmerisch zurück, du hast dich vielleicht auf die falschen Leute verlassen, Kunden*innen bleiben aus, deine Finanzen schwinden.

Auch das ist Teil der Selbständigkeit, der nicht klein geredet werden sollte. Natürlich sind dies Herausforderungen, denen du dich stellen wirst. Und obwohl du dich nie zu 100% auf alle Eventualitäten vorbereiten kannst, hast du schon viel gewonnen, wenn du gut aufgestellt bist und Klarheit über dein Business hast. Denke dabei auch an deine gesetzten leistbaren und tragbaren Verluste – sozusagen Dein Netz.

 

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

Die Selbständigkeit birgt zwar Risiken, aber auch unzählige Chancen und Möglichkeiten: Eine neu gewonnene Freiheit der Selbst-Bestimmung, seiner Berufung folgen, sich selbst verwirklichen und wenn alles gut läuft, mehr Geld verdienen.

Du siehst also, der Weg der Selbständigkeit hängt sowohl von der inneren Einstellung als auch von vielen äusseren Umständen ab (wobei ich hier nicht alle nennen konnte). Diese Entscheidung kann dir jedoch niemand abnehmen und die Vor- und Nachteile sind gewissenhaft abzuwägen.

 

Weg frei für eine neue Karriere

Nach reiflicher Überlegung hast du dich nun für diesen Weg entschieden. Gratuliere und herzlich willkommen!

Wie gesagt, will ich dir hier nichts vormachen. Es wird nicht immer ein einfacher Weg sein. Das Aufgeben wollen, ein hohes Mass an Selbstdisziplin, Gewohntes verlassen und auch Misserfolge werden dich begleiten. Doch bleibe mutig und vergiss nicht, was du alles gewinnen kannst.

 

Die ersten Schritte

Die Gründung eines Unternehmens ist in der Schweiz relativ einfach. Für ein Einzelunternehmen genügt die Anmeldung bei der Sozialversicherungsanstalt und schon kannst du loslegen. Die Eintragung ins Handelsregister ist nur unter bestimmten Voraussetzungen zwingend.

Seid ihr mehrere Leute oder werden auch noch Investoren am Unternehmen beteiligt sein? Dann solltet ihr unbedingt mit einem Experten über die verschiedenen Möglichkeiten der geeigneten Rechtsform – wie z.B. AG oder GmbH – sprechen und weitere rechtliche und finanzielle Fragen abklären.

„Drum prüfe, wer sich ewig bindet.“

Viele schliessen sich auch mit anderen Personen zusammen, um ein bestimmtes Projekt umzusetzen. Solange alle am gleichen Strick ziehen und dasselbe wollen, setzen solche Kooperationen enorme Synergien frei und sind deshalb nur zu empfehlen. Trotzdem sollten die wichtigsten Punkte gemeinsam schriftlich festgehalten und vereinbart werden. Denn nicht umsonst besagt ein altes Sprichtwort „Drum prüfe, wer sich ewig bindet.“.

Kalkuliere deine Preise genau und nicht beliebig und behalte diese Kalkulation auch in Gesprächen mit potentiellen Kunden*innen immer Hinterkopf.

Achte darauf, dass du deine Ressourcen, wie Zeit und Geld nicht unnötig verschwendest. Setze sie gezielt und effektiv ein. Am besten geht das, wenn du eine gute Basis legst und einen Schritt-für-Schritt-Plan erstellst. Dieser sollte auch immer wieder auf neue Gegebenheiten angepasst werden. Dabei gibt es unzählige Vorgehensweisen und Methoden, die dir dabei helfen. Welche letztendlich geeignet ist, hängt stark von dir,  deinem Business, deiner Situation und deinen Zielen ab.

 

Und nun rein ins kalte Wasser und leg los! Hier noch einige Tipps von mir:

1. Du bist der Kapitän deines Business. Das bedeutet, dass du dein Business-Boot genau kennen solltest. Jeden Bereich, als auch die Aufgaben darin: Was, wo, wie und weshalb etwas zu tun ist. Erstelle dir deshalb ein gutes Fundament. Denn ohne Struktur irrst du im Wald umher und erreichst dein Ziel nicht. Das kostet dich nicht nur Zeit&Geld, sondern kann auch auslaugen und demotivieren.

2. Ziehe Experten zurate. Alles, was nicht zu deinen Kompetenzen gehört und soweit es dir dein Budget erlaubt, solltest du auslagern oder dir Unterstützung holen. Behalte aber stets den Überblick, denn auch hier heisst es, gezielt handeln und investieren. Vergiss nicht, du bist der Kapitän.

3. Deine Wissensbank. Als Selbständige*r brauchst du vielfältige Fertigkeiten, damit du nicht in unnötige Engpässe gerätst, unter Druck und Stress stehst. Mit dem richtigen Wissen kannst du das meiste davon beseitigen. Dabei geht es nicht darum, Experte auf jedem Gebiet zu werden, aber Generalist*in in deinem Business. Verfügst du über das nötige Basiswissen, stellst du die richtigen Fragen, hinterfragst, behältst die Kontrolle und triffst bessere Entscheidungen.

4. Agil bleiben. Das Geheimnis deines Erfolgs wird auch deine Anpassungsfähigkeit sein. Halte nicht krampfhaft an deiner ersten Idee oder deinem Plan fest, sei flexibel und bleibe agil. Oft tun sich Chancen auch abseits des erdachten Weges auf, denn nichts ist so stetig wie der Wandel.

5. Leidenschaft und Motivation. Verliere nie deine Leidenschaft, für das was du tust und wozu du es tust. Finde immer wieder deine Motivation. Beides befreit unglaubliche Energiequellen!

Habe Mut, diese neue und spannende Herausforderung anzugehen und behalte stets den Willen, der dich vorwärtstreibt. Und nun wünsche ich dir viel Erfolg und vor allem viel Spass auf deinem Weg zur Selbständigkeit.

Lilian Kokalis

Consultant/Bussines Sparring-Partnerin

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