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Perfekter Imperfektionismus – Sandra Künzler

(Aus dem Speech an unserem Event von MF MINDFACTORY)

„Perfektionismus hat zwei Seiten – er ist eine Triebfeder, er ist motivierend in allen Lebensbereichen, so dass ich Bestleistungen erzielen kann. Auf der anderen Seite lässt er Ideale geradezu in den Himmel wachsen und die Wahrscheinlichkeit ist sehr gross, dass du frustriert bist, wenn du versuchst, diese zu erreichen.“

Sandra Künzler, dipl. Mental Coach&Betriebsökonomin, sprach an unserem Speakers Event  vom 30.6.2020 über den perfekten Impferktionismus. Wann kann Perfektionismus ungesund werden und wann dient er dazu, Höchstleistungen zu erreichen?

Wie die 10. Sinfonie von Ludwig van Beethoven sind auch wir Meisterwerke – allerdings in Arbeit, sagt uns die Expertin.

Perfektion kann erstrebenswert sein, sofern sie eine Triebfeder und Motivation bleibt, Bestleistungen zu erreichen. Aber genauso kann sie das Gegenteil bewirken: Frustration, Stress, Druck bis zu Burnout.

Aber welche Formen von Perfektion gibt es? Welche Muster laufen in uns ab? Und welche Motive stecken dahinter?

 

Gesunder Perfektionismus

Menschen mit einem gesunden Perfektionismus „sind sehr ambitioniert und stecken sich höhere Ziele als andere, sie haben Selbstdisziplin und wollen immer Bestleistung geben“. Ein gutes Beispiel ist Roger Federer, der zu der Hälfte der Perfektionisten gehört, die als funktionale Perfektionisten bezeichnet werden. Nicht nur Erfolge erreichen, nein – diese auch geniessen können, auf sich und seinen Körper hören und auch einmal eine Auszeit nehmen, ist für diese Menschen ebenso wichtig.

 

Ungesunder Perfektionismus

Im Gegensatz dazu, gibt es die diejenigen, die sich „sehr hohe, aber unrealistische Ziele setzen und sich dabei klein machen, wenn sie diese nicht erreichen“. Sie fühlen sich stetig unter Druck, sind gestresst und leiden oft unter Burnout. Diese Variante ist eine eher „anstrengende Version des Perfektionismus“ und sicherlich auch die ungesunde Form.

Geht es also darum, Höchstleistungen zu erreichen oder wird der Perfektionismus als Teil der Unternehmenskultur verstanden, kann dies nur befürwortet werden. Wird dadurch aber versucht, „die Angst zu verbergen“ oder mit anderen Personen mitzuhalten, ist das „nutzlos und destruktiv“.

Will man Perfektionismus in zwei Kategorien unterteilen, spricht man von der „zwanghaften Persönlichkeitsstörung“ oder – die zweite Form – „die vermeidende, ängstliche Persönlichkeit“. Beide für sich haben andere Motive, aber auch andere Auswirkungen.

 

Akzeptiere dich selbst

Um was geht es letzten Endes? Natürlich sollen wir in für uns wichtigen Lebensbereichen Exzellenz anstreben und Aussergewöhnliches leisten. Aber es geht auch darum, „dich und dein Leben zu akzeptieren und auch einmal zufrieden zu sein“.

„Embrace your Imperfection“

„Umarme deine Unzulänglichkeit, akzeptiere dich so wie du bist“ lautet daher die Botschaft von Sandra Künzler.

Du möchtest mehr wissen? Der ganze Speech auf unserem Youtube Channel hier

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